ADNP-Syndrom und Autismus

Das ADNP-Syndrom ist einer der wenigen Gen-Defekte, die ursächlich mit Autismus und Autismus-Spektrum-Störungen in Zusammenhang steht.

Im frühen Kindesalter zeigt sich häufig ein hohes Kontaktbedürfnis zu Erwachsenen aber nicht zu anderen Kindern (Verwechselungsgefahr mit dem Angelman-Syndrom). Die ADNP-Kinder sind sehr fröhlich, offen und aufgeschlossen, was einem landläufigen Verständnis von Autismus wiederspricht. Daher werden Kinder häufig erst nach der Gendiagnostik auf Autismus diagostiziert was eine verspätete therapeutische Unterstützung nach sich zieht.

Folgende Verhaltensauffälligkeiten werden häufig bei ADNP-Kindern beobachtet*:

  • auffällig freudiges Verhalten als Baby und Kleinkind (ähnlich Angelman Syndrom)
  • sucht direkten Kontakt zu Erwachsenen
  • zeigt sich nicht interessiert an der Interaktion mit Gleichaltrigen oder Geschwistern
  • überdurchschnittlich hohe Vorliebe für Musik im Vergleich zu Gleichaltrigen
  • überdurchschnittlich hohe Vorliebe für Wasser im Vergleich zu Gleichaltrigen
  • Sensory Processing Disorder – patients are both sensory seeking and sensory avoiding
  • Oral Sensory Seeking – patients constantly put objects in mouth, lick hands, chew on objects
  • Stimming – including rocking, hand flapping, clapping, jumping up and down and tightening body when happy
  • OCD and ADHD is noted in a smaller amount of children
  • Developed behavior issues such as hitting, biting, screaming and extreme frustration/impatience
  • Development of problematic/obsessive behaviors with regard to water drinking, eating and hunger

* Die Liste wurde größtenteils von der Website adnpkids.com übernommen und konnte noch nicht vollständig übersetzt werden.